Wir haben eine Betrugsmasche identifiziert, die sich aktuell gezielt gegen SwissBorg-Nutzer in Frankreich und der Schweiz richtet. Betrüger kontaktieren Personen telefonisch oder per E-Mail und geben sich dabei als SwissBorg-Berater oder als Mitarbeiter von Finanzaufsichtsbehörden wie der FINMA oder der AMF aus.
Egal, was sie behaupten und wo ihr euch befindet, die wichtigste Regel ist ganz einfach:
Weder SwissBorg noch Behörden werden euch jemals auffordern, eure Assets zu transferieren, abzuheben oder zu „sichern“.
Eure Assets bleiben auf eurem Account, solange ihr sie nicht selbst transferiert.
Die Betrüger sind darauf angewiesen, dass ihr die Transaktion selbst ausführt. Wenn ihr das nicht tut, können sie euch auf diese Weise keine Kryptowährungen entwenden.
In diesem Artikel erklären wir, wie die Betrugsmasche funktioniert, wie ihr überprüfen könnt, ob ein Anruf oder eine E-Mail tatsächlich von uns stammt und was ihr tun solltet, wenn ihr kontaktiert wurdet.
Wir teilen diese Informationen, weil eine gut informierte Community der beste Schutz gegen solche Angriffe ist.
Mehrere von euch haben verdächtige Anrufe erkannt und unseren Support kontaktiert, bevor sie etwas unternommen haben. Genau das war die richtige Reaktion.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- SwissBorg wird euch niemals – über keinen Kommunikationskanal – dazu auffordern, eure Assets zu transferieren, abzuheben oder zu „sichern“.
- Ein echter Anruf von SwissBorg wird immer vorher durch eine Benachrichtigung in der App angekündigt. Dort seht ihr auch den Namen des Teammitglieds, das euch kontaktieren wird. Keine Benachrichtigung? Legt auf.
- Namen, Logos, E-Mail-Adressen und Telefonnummern können gefälscht werden. Die In-App-Benachrichtigung und unsere klaren „Wir werden niemals …“-Regeln sind die zuverlässigsten Prüfmechanismen.
- Aktiviert den Auszahlungsschutz für eure Kryptowährungen in weniger als einer Minute: Profil > Sicherheit > Auszahlungsschutz.
- Wenn ihr unsicher seid: Stoppt den Vorgang, öffnet die SwissBorg-App selbstständig und kontaktiert uns über die Support-Funktion.
So funktioniert die Betrugsmasche
Der Anrufer behauptet, ein SwissBorg-Berater oder ein Mitarbeiter der FINMA oder AMF zu sein.
Anschließend wird euch erzählt, euer Account sei kompromittiert worden und ihr müsstet eure Assets „sichern“, indem ihr sie auf eine andere Wallet transferiert.
Das ist Betrug. Transferiert nichts.
So erkennt ihr die Betrüger
Die Täter gehen professionell und organisiert vor. Deshalb ist es wichtig, ihre Methoden zu kennen:
- Sie wirken professionell. Sie kennen möglicherweise euren Namen und eure Kontaktdaten und treten sehr selbstbewusst auf.
- Die angezeigte Telefonnummer kann gefälscht sein. Eine Nummer, die schweizerisch, offiziell oder vertraut aussieht, beweist gar nichts.
- Sie verschicken während des Anrufs E-Mails. Während ihr noch telefoniert, erhaltet ihr möglicherweise eine E-Mail mit Betreffzeilen wie „En ligne avec un conseiller“ oder „Confirmation de mise en relation sécurisée“. Logos und Absendernamen können kopiert werden. Auch die E-Mail-Adresse kann offiziell wirken – beispielsweise „support@swissborg“ ohne „.com“ oder eine Adresse, die angeblich von der FINMA stammt.
- Sie erzeugen Zeitdruck. Ihr sollt sofort handeln und werdet möglicherweise sogar dazu aufgefordert, mit niemandem darüber zu sprechen.
All das sind klare Warnsignale. Stoppt den Vorgang und überprüft die Situation über den Support innerhalb der SwissBorg-App, bevor ihr irgendetwas unternimmt.
Was SwissBorg niemals tun wird
Wir werden euch niemals:
- dazu auffordern, eure Assets auf eine Wallet oder Adresse zu transferieren, abzuheben oder dort „sicher aufzubewahren“
- nach eurer Recovery Phrase, PIN oder einem Verifizierungscode fragen
- anrufen, ohne euch vorher über die App darüber zu informieren
- Support über soziale Netzwerke wie X, Telegram oder Instagram anbieten
- dazu auffordern, uns Fernzugriff auf euer Gerät zu gewähren oder eine Screen-Sharing-App zu installieren
- dazu auffordern, eine Telefonnummer anzurufen, um eine Änderung an eurem Account zu bestätigen oder zu stornieren
Auch Finanzaufsichtsbehörden wie die FINMA oder AMF kontaktieren Privatpersonen nicht mit der Aufforderung, ihre Assets zu transferieren.
So erkennt ihr einen echten SwissBorg-Anruf

Unser Team kontaktiert Nutzer gelegentlich telefonisch.
Wenn wir das tun, verwenden wir den SwissBorg Call Authenticator: Jedem echten Anruf geht immer eine Benachrichtigung in der App sowie eine Push-Benachrichtigung voraus. Darin wird der Name des Teammitglieds angezeigt, das euch kontaktieren wird.
Bevor ihr also mit einem Anrufer spricht, überprüft eure App.
Keine Benachrichtigung? Legt auf.
Mehr über den Call Authenticator erfahren
So erkennt ihr eine echte SwissBorg-E-Mail
Wir kontaktieren euch ausschließlich über diese E-Mail-Adressen:
- support@swissborg.com
- cyborg@swissborg.com
In Gmail werden echte SwissBorg-E-Mails mit unserem Logo und einem blauen Verifizierungs-Haken neben „SwissBorg“ angezeigt. Tippt ihr auf den Haken, bestätigt Gmail, dass der Absender tatsächlich Eigentümer der Domain swissborg.com ist.
Andere E-Mail-Programme zeigen diesen Haken möglicherweise auch bei echten SwissBorg-E-Mails nicht an.
Doch selbst wenn eine E-Mail echt aussieht, gilt eine Regel mehr als jede E-Mail-Adresse oder jedes Logo:
Eine E-Mail, die euch dazu auffordert, Assets zu transferieren, eine Telefonnummer anzurufen, Codes weiterzugeben oder euren Account zu „sichern“, stammt nicht von uns.
Wenn ihr Zweifel habt, öffnet die SwissBorg-App selbstständig und kontaktiert zuerst unser Support-Team.
Schützt eure Assets in einer Minute mit dem Auszahlungsschutz

Mit dem Auszahlungsschutz könnt ihr eine zeitliche Verzögerung für Krypto-Auszahlungen festlegen.
Ihr könnt selbst einen Zeitraum zwischen 1 und 90 Tagen auswählen, bevor eine Auszahlung durchgeführt wird. Diese Sperrfrist kann nicht umgangen werden.
Selbst wenn euch also ein sehr überzeugender Betrüger unter Druck setzt, können eure Krypto-Assets nicht sofort von eurem Account transferiert werden.
So aktiviert ihr den Schutz:
Profil > Sicherheit > Auszahlungsschutz
Mehr über den Auszahlungsschutz erfahren
Ihr wurdet kontaktiert?
- Legt auf, antwortet nicht auf die E-Mail und klickt keine Links an.
- Kontaktiert uns direkt über die App über den Support. Wenn ihr keinen Zugriff auf die App habt, schreibt an support@swissborg.com.
- Wenn ihr euch in Frankreich befindet, meldet den Anruf oder die SMS über 33700 und meldet eine mögliche Identitätsvortäuschung der AMF beim AMF Epargne Info Service.
Falls ihr einen Code oder ein Passwort weitergegeben habt, ändert euer Passwort und überprüft die aktiven Sitzungen in der App.
Kontaktiert außerdem umgehend unser Support-Team, damit wir euch bei der Absicherung eures Accounts unterstützen können, und überprüft die mit eurem Account verbundenen Geräte.
Bleibt wachsam: Betrüger rufen möglicherweise später von einer anderen Telefonnummer erneut an.
Ihr habt bereits Assets transferiert?
Kontaktiert uns sofort.
Erstattet anschließend Anzeige bei der Polizei. Wenn ihr euch in Frankreich befindet, könnt ihr dies auch über die THESEE-Plattform tun.
Bewahrt außerdem sämtliche Beweise und Informationen auf, die euch vorliegen.
Seid besonders vorsichtig, wenn euch später jemand anbietet, eure Assets „zurückzuholen“ – selbst wenn sich die Person als Anwalt, Ermittler, Polizist oder Mitarbeiter der AMF ausgibt.
Dabei handelt es sich häufig um eine zweite Betrugsmasche.
Die AMF weist ausdrücklich darauf hin, dass sie Sparer niemals kontaktiert, um verlorene Gelder zurückzuholen, und dafür auch niemals Geld verlangt.
Häufig gestellte Fragen
F: Ruft SwissBorg mich wirklich an?
A: Ein Anruf von SwissBorg wird immer im Voraus durch eine In-App-Benachrichtigung und eine Push-Benachrichtigung mit dem Namen des Anrufers angekündigt. Wenn ihr diese Benachrichtigung nicht erhalten habt, sind wir es nicht. Gebt keine Informationen weiter und legt auf.
F: Ich telefoniere gerade mit jemandem. Was soll ich tun?
A: Legt auf und führt keine Überweisung oder Transaktion durch. Weder SwissBorg noch die FINMA oder die AMF werden euch jemals auffordern, eure Assets zu transferieren. Kontaktiert uns anschließend über die App. Wenn ihr euch körperlich bedroht fühlt, ruft die Polizei: 17 in Frankreich, 117 in der Schweiz oder 112 überall in Europa.
F: Wie sind sie an meine Daten gekommen?
A: Wir nehmen das sehr ernst und unser Security-Team analysiert die Situation. Betrüger nutzen häufig Daten aus Datenlecks bei Drittanbietern. Wenn wir feststellen, dass eure Daten betroffen sind, werden wir euch direkt kontaktieren. Bis dahin gilt weiterhin die sicherste Regel: Wir werden euch niemals auffordern, eure Assets zu transferieren.
F: Jemand hat mir angeboten, mir bei der Rückholung meiner Assets zu helfen. Kann ich dieser Person vertrauen?
A: Seid sehr vorsichtig. Angebote zur Rückholung verlorener Assets sind eine häufige Folgebetrugsmasche – selbst wenn die Person behauptet, Anwalt, Ermittler, Polizei oder Mitarbeiter der AMF zu sein.
F: Wie melde ich jemanden, der sich als FINMA-Mitarbeiter ausgibt?
A: Ihr könnt den Vorfall unter questions@finma.ch an die FINMA melden und zusätzlich unser Support-Team informieren.
Wir sind für euch da
Betrugsmaschen wie diese funktionieren durch Druck und Geschwindigkeit.
Die beste Reaktion ist deshalb immer dieselbe: Stoppt den Vorgang, öffnet die SwissBorg-App selbstständig und kontaktiert uns.
Unser Support-Team steht euch zur Verfügung und jede Meldung hilft uns dabei, die gesamte Community besser zu schützen.
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