Was ist Solana Alpenglow? SwissBorg gratuliert Solana zum bisher größten Upgrade

Banner zum Solana-Alpenglow-Upgrade: das Wort „alpenglow“ in großen dunklen Buchstaben zwischen den Logos von Anza und Solana, über einem schneebedeckten Berggipfel im warmen Alpenglühen

Das Solana-Alpenglow-Upgrade ist am 21. Oktober 2026 live gegangen. Es ist die größte Änderung daran, wie sich das Netzwerk auf einen gemeinsamen Stand einigt, seit Solana 2020 gestartet ist. Transaktionen, die bisher rund 12,8 Sekunden bis zur Finalität brauchten, sollen jetzt etwa 150 Millisekunden benötigen.

Herzlichen Glückwunsch an Anza, die Solana Foundation und alle Validatoren und Entwickler, die das möglich gemacht haben. Als langjähriger Unterstützer von Solana könnten wir nicht stolzer sein.

Hier erfährst du, was Alpenglow ist, warum es wichtig ist und was es für dich bedeutet.

Die Informationen in diesem Artikel stammen aus dem Alpenglow-Whitepaper von Anza, der Website von Anza und der Solana Foundation.

Was ist Solana Alpenglow?

Alpenglow ist das neue Konsensprotokoll von Solana: die Regeln, nach denen sich Validatoren darauf einigen, welche Transaktionen stattgefunden haben und in welcher Reihenfolge. Entworfen und entwickelt von Anza, ersetzt es TowerBFT, das Protokoll, das Solana seit dem ersten Tag nutzt.

Die wichtigste Verbesserung betrifft die Finalität, also den Moment, ab dem eine Transaktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Vor Alpenglow (TowerBFT)Mit Alpenglow
Zeit bis zur FinalitätRund 12,8 SekundenRund 150 Millisekunden (Ziel)
Validator-StimmenOn-Chain als Transaktionen veröffentlichtOff-Chain ausgetauscht, als kompaktes Zertifikat erfasst
BlockspaceMit Validator-Stimmen geteiltFür Nutzer freigegeben

Das ist rund 85-mal schneller. In den Simulationen im Alpenglow-Whitepaper finalisierte der mittlere Knoten (Median) einen Block in rund 110 Millisekunden, und selbst der langsamste Knoten brauchte weniger als 200 Millisekunden.

Die Validatoren von Solana haben die Änderung im September 2025 über den Governance-Vorschlag SIMD-0326 angenommen, mit 98,94 % Zustimmung.

Warum ist Finalität wichtig?

Denk an eine Kartenzahlung. Sie erscheint zuerst als „ausstehend“ und erst später als abgeschlossen. Finalität ist die Blockchain-Version von „abgeschlossen“.

Solana hat sich schon immer schnell angefühlt, aber die vollständige Finalität dauerte mehrere Sekunden. Mit Alpenglow werden „bestätigt“ und „final“ praktisch dasselbe, wie die Alpenglow-Seite der Solana Foundation erklärt.

Zahlungen, Trades und Transfers auf Solana gelten damit fast im selben Moment als abgeschlossen. So rücken On-Chain-Anwendungen näher an die Geschwindigkeit der Apps, die wir täglich nutzen.

Wie funktioniert Alpenglow?

Alpenglow kommt in zwei Teilen.

Votor (bereits live) ist die neue Abstimmungs-Engine. Unter TowerBFT stimmten Validatoren ab, indem sie Transaktionen sendeten, und diese Stimmen machten den Großteil der Einträge im Ledger von Solana aus.

Mit Votor senden Validatoren ihre Stimmen direkt aneinander und fassen sie in einem einzigen kompakten Zertifikat zusammen. Ein Block ist nach einer Runde final, wenn Validatoren mit 80 % der gestakten SOL zustimmen, oder nach zwei Runden bei 60 %, je nachdem, was zuerst eintritt.

Rotor (folgt später) wird Turbine ersetzen, das System, mit dem Solana Blockdaten im Netzwerk verteilt, und zwar durch eine einfachere, einzelne Relay-Schicht.

Laut Whitepaper nutzt Rotor die Bandbreite jedes Validators im Verhältnis zu seinem Stake und beseitigt so den Engpass eines einzelnen Block-Leaders. Ein Termin steht noch nicht fest.

Alpenglow ist außerdem auf Widerstandsfähigkeit ausgelegt. Das Whitepaper beschreibt eine „20+20“-Resilienz: Das Netzwerk verkraftet einen Angreifer mit 20 % des Stakes und unter besseren Netzwerkbedingungen zusätzlich 20 % Stake, der offline ist.

Wichtig für dich: Alles, was du nutzt, bleibt gleich. Transaktionsformate, Gebühren und das Signieren und Senden von Transaktionen ändern sich nicht.

Entwickelt von Anza

Alpenglow ist das Werk von Anza, dem 2024 aus Solana Labs ausgegründeten Engineering-Unternehmen, das Agave entwickelt, den meistgenutzten Validator-Client von Solana.

Anza hat Alpenglow mit großer Sorgfalt von der begutachteten Forschung in die Produktion gebracht: Simulationen mit 1.500 Knoten, neun erfolgreiche Migrationen in großem Maßstab sowie Starts im Testnet und Devnet im September 2026 vor der Umstellung im Mainnet. Eine großartige Leistung und ein großes Dankeschön an das gesamte Anza-Team.

Eine Verbindung zur Schweiz wollen wir nicht unerwähnt lassen. Das Alpenglow-Whitepaper von Quentin Kniep, Jakub Sliwinski und Roger Wattenhofer von Anza entstand in Zürich, und seine wichtigste Latenz-Simulation platziert den Block-Leader dort.

Als Plattform, die in der Schweiz entwickelt wird, freuen wir uns bei SwissBorg, dass Blockchain-Forschung von Weltrang aus unserem Heimatland kommt, und das unter einem Namen, der allen vertraut vorkommt, die schon einmal das Alpenglühen in den Bergen gesehen haben.

Das Paper blickt auch nach vorn und stellt Quantumglow vor, ein Forschungskonzept, um Alpenglow gegen künftige Quantencomputer abzusichern. Ein Veröffentlichungstermin steht nicht fest, doch es zeigt das langfristige Denken hinter der Roadmap von Solana.

Warum SwissBorg Solana unterstützt

Unsere Unterstützung für Solana geht weit über einen Glückwunsch hinaus.

Schnellere Finalität auf Solana ist eine großartige Nachricht für jeden Trade, der darüber läuft, und wir sind gespannt, was Entwickler damit bauen.

Neu bei Solana? Starte mit unseren Academy-Guides: Was ist Solana (SOL)?, Die beliebtesten Anwendungsfälle von Solana und So stakst du Solana.

Verfolge anschließend den SOL-Kurs und entdecke das Solana-Ökosystem in der SwissBorg-App.

Solana Alpenglow: häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alpenglow ist das neue Konsensprotokoll von Solana, entwickelt von Anza. Es ersetzt TowerBFT und zielt auf eine Transaktionsfinalität von rund 150 Millisekunden statt bisher rund 12,8 Sekunden.

Alpenglow wurde von Anza entworfen und entwickelt, dem Entwickler von Agave, dem meistgenutzten Validator-Client von Solana. Die Validatoren von Solana haben es über den Governance-Vorschlag SIMD-0326 angenommen.

Ja. Das Whitepaper „Solana Alpenglow Consensus“ (v1.2, Juli 2026) von Quentin Kniep, Jakub Sliwinski und Roger Wattenhofer von Anza erklärt, wie Votor und Rotor funktionieren, und beschreibt die „20+20“-Resilienz von Alpenglow sowie die Quantumglow-Forschung zur Post-Quanten-Sicherheit.

Der erste Teil, Votor, wurde am 21. Oktober 2026 im Solana-Mainnet aktiviert, bei Slot 459.653.000 in Epoche 1064. Für den zweiten Teil, Rotor, gibt es noch keinen Termin. Den Fortschritt kannst du auf der Alpenglow-Seite der Solana Foundation verfolgen.

Votor ist das Abstimmungsprotokoll von Alpenglow. Validatoren stimmen direkt untereinander ab statt über On-Chain-Transaktionen, und ihre Stimmen werden in einem kompakten Zertifikat zusammengefasst, das Blöcke in ein oder zwei Runden finalisiert.

Rotor ist der geplante Nachfolger von Turbine, dem System von Solana zur Verteilung von Blockdaten. Er folgt in einem späteren Upgrade.

Nein. Firedancer ist ein unabhängiger Validator-Client, also die Software, die manche Validatoren betreiben, entwickelt von Jump Crypto als Alternative zu Agave von Anza. Alpenglow ist ein Konsensprotokoll: die Regeln, nach denen sich Validatoren darauf einigen, welche Blöcke final sind. Es sind zwei getrennte Projekte.

Alpenglow ist auf eine Resilienz ausgelegt, die das Whitepaper „20+20“ nennt: Das Netzwerk bleibt sicher, wenn ein Angreifer bis zu 20 % des Stakes kontrolliert, und kann unter besseren Netzwerkbedingungen weiterlaufen, wenn zusätzlich 20 % des Stakes offline sind. Anza hat es mit Simulationen auf 1.500 Knoten und neun Migrationen in großem Maßstab getestet und unterstützt es mit einem Bug-Bounty von mehr als 25.000 SOL.

Nein. Alpenglow ist ein Upgrade auf Netzwerkebene. Als SOL-Inhaber musst du nichts tun, und das Signieren und Senden von Transaktionen funktioniert genau wie bisher.

Nein. Transaktionsformate, Gebühren und das Kontomodell bleiben gleich. Es ändert sich nur, wie schnell Transaktionen final werden.

Validator-Stimmen zählen nicht mehr als On-Chain-Transaktionen, deshalb sinkt die angezeigte Zahl der Transaktionen pro Sekunde deutlich. Das liegt an einer anderen Zählweise, nicht an weniger tatsächlicher Aktivität.

Validatoren zahlen keine Transaktionsgebühren mehr für ihre Stimmen, die rund 1 SOL pro Epoche gekostet haben. Stattdessen zahlen sie pauschal ein Validator Admission Ticket von 0,8 SOL pro Epoche, das verbrannt wird.

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